Was ist eine Induration penis plastica (IPP)?

Die IPP ist eine häufige Erkrankung des Penis. Studien zeigen, dass 5 % aller Männer an einer Induratio penis plastica (IPP) leiden. Typische Symptome dabei sind: harte Knotenbildungen am Penis, schmerzhafte Erektionen, Penisverformungen bis hin zu 90-gradigen Penisverbiegungen und oft starke Penisschrumpfungen. Sehr oft lässt die IPP die betroffenen Männer und deren Frauen völlig verzweifeln, da eine IPP lustvollen Sex oft stark einschränkt. Generell verläuft eine IPP in zwei Phasen, wobei man eine entzündliche (inflammatorische) von einer stabilen Phase unterscheidet.

 

 

 

Mögliche Ursachen

Als eine mögliche Ursache konnten genetische Veränderungen auf dem Chromosom 7 (WNT2 Locus) identifiziert werden - das heißt, dass IPP erblich bedingt sein kann.

Warum eine IPP bei dem einen "Genträger" ausbricht und bei dem anderen nicht ist bislang noch weitgehend ungeklärt. Häufig sind für den Ausbruch so genannte Mikro-Verletzungen der Schwellkörper verantwortliche, welche bei sexuellen Aktivitäten entstehen.

Therapiemöglichkeiten

Bisher gab es keine gut wirksame Therapie der IPP. Viele Männer haben nutzlose medikamentöse Therapien oder kostspielige und komplikationsbehaftete Operationen über sich ergehen lassen. Nun aber könnte ein innovatives Behandlungskonzept den Durchbruch bringen: ein konservativer multimodaler Therapieansatz, bestehend aus medikamentöser Therapie, mechanischer Therapie sowie Extrakorporaler Stoßwellentherapie (ESWT).

Von entscheidender Bedeutung hierbei ist, dass der Patient sich dieser Therapie so früh wie möglich konsequent unterzieht, also möglichst in der entzündlichen Phase bzw. sobald er die ersten auf eine Induratio penis plastica hinweisenden klinischen Symptome wie Schmerzen bei Erektion, Knotenbildungen, beginnende Penisverformungen/Verbiegungen bemerkt.

Aber selbst bei „hoffnungslos“ erscheinenden Fällen mit mehr als 2-3-jähriger Erkrankungsdauer und massiven Penisdeformitäten/-Verbiegungen, welche keinen Sex mehr zulassen, können Erfolge erzielt werden, sodass auch vielen dieser Patienten letztendlich eine Operation erspart werden kann.

Die vier Eckpfeiler des neuen Therapiekonzepts

Medikamentöse Therapie mit PDE-5-Inhibitoren (+ L-Arginin+ Citrullin) und Antixidantien:

Mechanisches Penismodelling:
Hierbei erlernt der Patient in der Praxis gezielte Penisstreck- und -biegungsübungen, welche er dann zuhause täglich selbst durchführen kann

Penisstreckapparate und Vakuumtherapie:
Diese Therapiebausteine kommen immer dann mit zum Einsatz, wenn es durch die IPP bereits zu einer Schrumpfung der Penis-/Schwellkörperlänge gekommen ist.

Penimaster

Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT):
Die
Extrakorporale Stoßwellentherapie kommt immer dann zum Einsatz, wenn es in den Knoten/Plaques bereits zu relevanten Verkalkungen gekommen ist. Je nach individueller Befundsituation wird die ESWT 4-8x in jeweils 20-minütigen Sitzungen durchgeführt, meist einmal pro Woche

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